AMAB
AMAB steht für „assigned male at birth“, DMAB für „designated male at birth“ und MAAB für „male assigned at birth“. Alle drei Abkürzungen bedeuten auf Deutsch etwa „bei der Geburt dem männlichen Geschlecht zugewiesen“. Gemeint ist die Einordnung, die bei oder kurz nach der Geburt meist anhand äußerlich sichtbarer Geschlechtsmerkmale vorgenommen und häufig in Dokumenten festgehalten wird.
Der Begriff wird vor allem in trans, inter und nichtbinären Kontexten verwendet, um zwischen einer Zuweisung bei der Geburt und der tatsächlichen Geschlechtsidentität einer Person zu unterscheiden. Eine Person, die AMAB ist, kann zum Beispiel ein Mann, eine Frau, nichtbinär, inter, trans oder cis sein; AMAB beschreibt nicht automatisch die Identität, den Körper, die Hormone, die Genitalien oder die gelebte Geschlechtsrolle einer Person.
Manche intergeschlechtliche Personen nutzen AMAB auch, um den oft medizinisch, rechtlich oder sozial erzwungenen Prozess der Geschlechtszuweisung sichtbar zu machen, selbst wenn sie sich selbst als männlich verstehen. Der Begriff sollte respektvoll und nur dann verwendet werden, wenn er für den Kontext relevant ist, da die bei Geburt zugewiesene Kategorie eine persönliche und sensible Information sein kann.