Geschlechtsmodalität
Geschlechtsmodalität ist ein Oberbegriff für unterschiedliche Weisen, in denen Geschlecht beschrieben oder verortet werden kann. Dazu gehören unter anderem Cis- und Transgeschlechtlichkeit, binäre und nichtbinäre Geschlechtsidentitäten sowie Endo- und Intergeschlechtlichkeit. Der Begriff kann helfen, verschiedene Dimensionen von Geschlecht sprachlich einzuordnen, ohne sie auf eine einzige Kategorie zu reduzieren.
Dabei ist wichtig zu unterscheiden: Cis und trans beziehen sich meist darauf, ob die Geschlechtsidentität einer Person mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht übereinstimmt. Binär und nichtbinär beschreiben, ob sich eine Person innerhalb der Kategorien Frau und Mann verortet oder nicht ausschließlich darin. Endo und inter beziehen sich auf körperliche Geschlechtsmerkmale, also etwa Chromosomen, Hormone, Gonaden oder Genitalien. Diese Ebenen können zusammenhängen, sind aber nicht dasselbe.
Geschlechtsmodalität sagt nichts über sexuelle Orientierung, Vorlieben, Rollen oder Fähigkeiten einer Person aus. In Sexualität, Dating und BDSM sollten daher keine Annahmen aus Begriffen wie cis, trans, nichtbinär oder inter abgeleitet werden. Entscheidend sind die Selbstbezeichnung der jeweiligen Person, respektvolle Sprache, informierte Einvernehmlichkeit und das individuelle Besprechen von Grenzen, Wünschen und Anredeformen.