Intersektionalität
Intersektionalität beschreibt das Zusammenwirken verschiedener gesellschaftlicher Macht- und Diskriminierungsverhältnisse, etwa von Geschlecht, sexueller Orientierung, Herkunft, Religion, Behinderung oder sozialem Status. Diese Merkmale wirken nicht isoliert, sondern können sich gegenseitig verstärken und die Lebensrealität eines Menschen gemeinsam prägen.
Der Begriff macht deutlich, dass Diskriminierung nicht eindimensional verstanden werden kann. So können etwa Frauen mit Kopftuch zugleich von Rassismus, Islamfeindlichkeit und Sexismus betroffen sein. Intersektionale Perspektiven helfen, diese Überschneidungen sichtbar zu machen und Benachteiligungen differenzierter zu erkennen.