Acevague
Acevague beschreibt eine sexuelle Orientierung auf dem asexuellen Spektrum. Der Begriff kann von Menschen verwendet werden, deren Erleben sexueller Anziehung ganz oder teilweise mit ihrer Neurodivergenz zusammenhängt oder durch diese beeinflusst wird.
Das kann bedeuten, dass sexuelle Anziehung schwer einzuordnen ist, anders wahrgenommen wird, sich unregelmäßig zeigt oder von Faktoren wie Reizverarbeitung, Kommunikation, sozialen Situationen, Masking, Hyperfokus oder emotionaler Sicherheit abhängt. Acevague beschreibt dabei keine bestimmte Form von Neurodivergenz, sondern eine individuelle Verbindung zwischen Neurodivergenz und dem Erleben sexueller Anziehung.
Wie bei allen Begriffen rund um sexuelle Orientierung geht es um Selbstbeschreibung. Acevague ist keine medizinische Diagnose und ersetzt keine diagnostischen Begriffe; die Bezeichnung soll ermöglichen, das eigene Erleben präziser zu benennen. Ob der Begriff passend ist, entscheidet die jeweilige Person selbst.