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Allonormativität

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Allonormativität, auch „Compulsory Sexuality“ genannt, bezeichnet die gesellschaftliche Annahme, dass alle Menschen sexuelle Anziehung empfinden, sexuell aktiv sind oder grundsätzlich Sex haben wollen. Sexualität wird dabei als selbstverständlich, erwachsen, gesund oder als notwendiger Bestandteil von Beziehungen und Lebensführung betrachtet.

Diese Norm kann asexuelle und a_sexuelle Menschen abwerten oder unsichtbar machen. Sie zeigt sich zum Beispiel in der Erwartung, dass jede Person irgendwann Sex haben werde, dass sexuelle Anziehung „normal“ und ihr Fehlen erklärungsbedürftig sei, oder dass Beziehungen ohne Sex weniger vollständig seien. Auch aromantische und a_romantische Menschen können betroffen sein, besonders wenn sexuelle und romantische Erwartungen miteinander vermischt werden.

Allonormativität hängt häufig mit Heteronormativität und Amatonormativität zusammen, ist aber ein eigener Begriff. Diskriminierung, Abwertung oder Ausgrenzung gegenüber asexuellen und aromantischen Personen wird oft als Afeindlichkeit bezeichnet. Ein respektvoller Umgang erkennt an, dass sexuelle Anziehung, sexuelles Interesse und sexuelle Aktivität unterschiedlich sein können und dass keine Person Sex wollen oder erklären muss.

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