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Autogynophilie

Autogynophilie
Autogynophilie © R D´Lucca
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Autogynophilie, auch Autogynäkophilie oder Autogynäphilie genannt, bezeichnet die sexuelle Erregung durch die Vorstellung oder das Erleben, selbst weiblich zu sein oder einen weiblichen Körper zu haben. Der Begriff stammt aus einem medizinisch-psychiatrischen Kontext und wurde vor allem auf Personen angewendet, denen bei der Geburt ein männliches Geschlecht zugewiesen wurde. Er ist fachlich stark umstritten, weil er Geschlechtsidentität, Körpererleben, sexuelle Fantasie und Transgeschlechtlichkeit auf problematische Weise miteinander vermischen kann.

Insbesondere trans Frauen wurden und werden häufig fälschlich mit Autogynophilie erklärt, pathologisiert oder abgewertet. Das ist fachlich und ethisch problematisch: Transgeschlechtlichkeit ist keine Paraphilie und lässt sich nicht auf sexuelle Erregung reduzieren. In aktuellen offiziellen Diagnoseklassifikationen wird Autogynophilie nicht als eigenständige Diagnose geführt.

Der Begriff taucht öffentlich oft in Kontexten auf, in denen vor allem trans Frauen delegitimiert oder herabgesetzt werden sollen. Deshalb sollte er nicht als Fremdzuschreibung verwendet werden. Wenn er überhaupt genutzt wird, dann nur sehr vorsichtig, kontextbezogen und vorzugsweise als seltene Selbstbezeichnung.

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