Objektifizierung
Objektifizierung bezeichnet im BDSM die bewusst inszenierte Behandlung einer unterwürfigen Person als Objekt. Dies kann im Rahmen von Rollenspielen, Erziehungsmaßnahmen oder Machtspielen geschehen, zum Beispiel durch die Zuweisung einer starren, passiven Rolle oder durch die symbolische Nutzung als Möbel, Ablage oder Dekoration. Entscheidend ist, dass dies einvernehmlich geschieht und als Teil einer vereinbarten Dynamik verstanden wird.
Solche Praktiken können psychologisch sehr intensiv sein und sollten daher nur mit klaren Absprachen, Grenzen und einem Safeword umgesetzt werden. Objektifizierung darf nicht mit echter Entmenschlichung verwechselt werden; die betroffene Person bleibt immer ein Mensch mit Rechten, Bedürfnissen und Grenzen. Ohne Zustimmung, respektlosen Umgang oder körperlich riskante Umsetzungen ist die Praxis nicht vertretbar.