Polyamor
Polyamor, auch polyam oder poly, beschreibt eine Art, zu lieben und Beziehungen zu führen. Als polyamor können sich Menschen bezeichnen, die sich in mehr als eine Person gleichzeitig verlieben können oder romantische, queerplatonische und/oder sexuelle Beziehungen mit mehr als einer Person gleichzeitig haben, wünschen oder offen dafür sind.
Polyamorie gehört zu den Formen einvernehmlicher Nicht-Monogamie. Entscheidend ist, dass alle beteiligten Beziehungs- und/oder Sexualpartner*innen über die Beziehungsform informiert sind und ihr freiwillig zustimmen. Damit unterscheidet sich Polyamorie grundlegend von Fremdgehen oder heimlichem Betrug. Sie beruht auf Ehrlichkeit, klarer Kommunikation, verlässlichen Absprachen und dem Respekt vor den Grenzen aller Beteiligten.
Polyamorie kann sehr unterschiedlich gelebt werden, etwa in festen Mehrfachbeziehungen, offenen Netzwerken, hierarchischen oder nicht-hierarchischen Beziehungsmodellen. Sie ist nicht dasselbe wie Polygamie, kann sich aber je nach Lebensweise mit offenen Beziehungen oder anderen Formen nicht-monogamer Beziehungsführung überschneiden. Wichtig sind regelmäßige Gespräche über Bedürfnisse, Eifersucht, Zeit, Verbindlichkeit, Safer Sex und sexuelle Gesundheit.