Vomit
„Vomit“ stammt aus dem Englischen und bedeutet „Erbrechen“ oder „Erbrochenes“. Im BDSM- und Fetischkontext bezeichnet Vomit Play sexuelle oder machtdynamische Szenarien, in denen Erbrechen, Ekel, Demütigung oder Tabubruch eine Rolle spielen. Umgangssprachlich wird teils auch von Kotzspielen, Ekelspielen, Dirty Games oder „Roman Shower“ gesprochen. Die Begriffe sind jedoch uneinheitlich und können je nach Szene oder Person Unterschiedliches meinen.
Vomit Play ist eine besonders intime und risikobehaftete Praktik, die nur mit ausdrücklicher, informierter Zustimmung aller Beteiligten stattfinden darf. Erbrechen kann durch Stress, Würgereiz, Alkohol, Erkrankungen, Essstörungen oder andere Belastungen ausgelöst werden und ist medizinisch nicht harmlos. Risiken sind unter anderem Verschlucken oder Einatmen von Erbrochenem, Reizung von Speiseröhre und Mundraum, Flüssigkeits- und Elektrolytverlust, Kreislaufprobleme sowie die Übertragung von Krankheitserregern. Erbrechen sollte nicht leichtfertig, nicht unter Druck und nicht als Mutprobe herbeigeführt werden.
Besondere Vorsicht gilt bei Schwangerschaft, Magen-Darm-Erkrankungen, Reflux, Herz-Kreislauf-Problemen, Atemwegserkrankungen, Essstörungen, Substanzkonsum oder starkem psychischem Ekel- oder Panikerleben. Mund, Augen, Schleimhäute und offene Hautstellen sollten vor Kontakt geschützt werden; Hygiene, Abbruchsignale, nüchterne Entscheidungsfähigkeit und Nachsorge sind zentral. Bei Atemnot, Blut im Erbrochenen, anhaltendem Erbrechen, starker Schwäche, Verwirrtheit, Brustschmerz oder Kreislaufkollaps ist medizinische Hilfe erforderlich.