Ableismus
Ableismus, auch Behindertenfeindlichkeit genannt, bezeichnet die Abwertung, Benachteiligung oder Ausgrenzung von Menschen, die behindert sind, chronisch krank leben oder körperliche, psychische, kognitive oder sensorische Beeinträchtigungen haben. Er kann sich gegen dauerhaft, zeitweise oder situativ beeinträchtigte Menschen richten.
Ableismus wirkt auf individueller, gesellschaftlicher und struktureller Ebene. Dazu gehören beleidigende Sprache, Vorurteile, fehlende Barrierefreiheit, Ausschlüsse im Arbeitsleben, in Bildung, Medizin, Sexualität, Freizeit oder öffentlicher Kommunikation sowie die Annahme, ein bestimmter Körper oder eine bestimmte Leistungsfähigkeit sei „normal“ und anderen überlegen.
Im sexuellen und BDSM-Kontext zeigt sich Ableismus zum Beispiel, wenn behinderten oder chronisch kranken Menschen Sexualität, Attraktivität, Selbstbestimmung oder die Fähigkeit zu Konsens abgesprochen wird. Respektvoller Umgang bedeutet, Bedürfnisse ernst zu nehmen, Barrieren abzubauen, nicht über Personen hinweg zu entscheiden und individuelle Grenzen, Fähigkeiten und Kommunikationsformen zu berücksichtigen.