Nymphomanie
Der Begriff Nymphomanie ist ein veralteter und abwertender Ausdruck für eine vermeintlich übermäßig gesteigerte weibliche Sexualität. Er wurde historisch verwendet, um Frauen mit starkem sexuellem Verlangen zu pathologisieren oder moralisch zu bewerten. Fachlich gilt der Begriff heute als unscharf und nicht mehr zeitgemäß.
Wenn sexuelles Verhalten als belastend, zwanghaft oder schwer kontrollierbar erlebt wird, spricht man eher allgemein von sexueller Zwanghaftigkeit oder einem problematischen Umgang mit Sexualität. Entscheidend ist dabei nicht die Zahl der Partner oder die Häufigkeit sexueller Aktivitäten, sondern ob die betroffene Person darunter leidet oder im Alltag beeinträchtigt ist. Eine respektvolle Beschreibung sollte auf wertende Begriffe verzichten.