BDSM Sex Wörterbuch BDSM Sex Wörterbuch

Züchtigung

Züchtigung
Züchtigung © David Shankbone
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Züchtigung bezeichnet im BDSM eine einvernehmliche Bestrafungs- oder Disziplinierungsszene, häufig mit Schlaginstrumenten wie Rohrstock, Gerte, Peitsche, Paddle, Riemen oder der Hand. Sie kann als erotisches Impact Play, als Teil einer Dominanz-Unterwerfungs-Dynamik oder innerhalb eines Rollenspiels stattfinden. Die Intensität reicht von symbolischen, eher spielerischen Schlägen bis zu deutlich schmerzhaften Reizen und hängt stark von Erfahrung, Vorlieben, Körperstelle und verwendetem Instrument ab.

Wichtig ist die klare Abgrenzung zu realer Gewalt: Züchtigung im BDSM ist nur dann vertretbar, wenn sie freiwillig, vorher abgesprochen und jederzeit abbrechbar ist. Rollen wie „Strafe“, „Erziehung“ oder „Disziplin“ können erotisch reizvoll sein, dürfen aber keine tatsächliche Nötigung, Einschüchterung oder Misshandlung verdecken. Vorher sollten Anlass, Art der Schläge, erlaubte Körperstellen, Intensität, Dauer, Tabus, Safewords und Nachsorge eindeutig besprochen werden.

Schläge sollten vor allem auf gut gepolsterte Bereiche wie Gesäß oder Oberschenkel zielen. Wirbelsäule, Nierengegend, Kopf, Hals, Gelenke, Bauch und Genitalien sind besonders verletzungsanfällig und sollten vermieden oder nur mit großer Sachkenntnis einbezogen werden. Die Bastonade, also Schläge auf die nackten Fußsohlen, gilt ebenfalls als Form der Züchtigung, ist aber wegen möglicher Nerven-, Sehnen-, Band- und Gehbeschwerden besonders vorsichtig zu behandeln. Rötung, starke Blutergüsse, Taubheit, Schwindel, anhaltender Schmerz oder emotionale Überforderung sind klare Zeichen zum Pausieren oder Abbrechen.

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