Forniphilie
Forniphilie bezeichnet im BDSM ein Rollenspiel, bei dem eine Person als „lebendes Möbel“ inszeniert wird. Die Person übernimmt dabei eine auf Gegenstände bezogene Funktion, etwa als Tisch, Hocker, Ablage oder dekoratives Element. Es handelt sich um ein Objektifizierungs- und Kontrollspiel, das nur einvernehmlich und mit klaren Grenzen stattfinden sollte.
Solche Szenen können Fesselung, statische Positionen, stille Präsenz oder dekorative Inszenierung einschließen. Der Begriff wird teilweise auch auf ähnliche Präsentationsformen außerhalb von BDSM angewendet, etwa wenn eine Person als Buffet- oder Ausstellungsobjekt dient. Dabei ist besondere Vorsicht nötig: Druckstellen, Durchblutungsstörungen, Atemeinschränkungen und Erschöpfung müssen vermieden werden; längere oder unbequeme Positionen dürfen nur mit Pausen, Kontrolle und Abbruchmöglichkeit stattfinden.
Praktiken mit Körperöffnungen, Exkrementen oder Brand- bzw. Wachselementen gehören nicht automatisch zur Forniphilie und erhöhen das Risiko deutlich. Sie sollten nur in klar vereinbarten, erfahrenen Kontexten und unter strenger Hygiene umgesetzt werden; manche Varianten sind aus gesundheitlichen und hygienischen Gründen grundsätzlich problematisch und sollten nicht leichtfertig praktiziert werden.