Pronomen
Pronomen sind Wörter wie „ich“, „du“, „er“, „sie“, „wir“ oder „they“, die an die Stelle von Substantiven oder Namen treten und dadurch Sätze kürzer und verständlicher machen. In queeren, trans und feministischen Kontexten meint „Pronomen“ häufig besonders die Personalpronomen, mit denen über eine Person gesprochen wird, etwa „er“, „sie“ oder selbstgewählte Formen. Im Deutschen sind viele gebräuchliche Pronomen geschlechtlich markiert, vor allem „er“ und „sie“ in der dritten Person Singular.
Für Menschen, die sich nicht oder nicht ausschließlich als männlich oder weiblich verstehen, können diese Formen unpassend sein. Deshalb nutzen manche Personen Neopronomen oder andere nichtbinäre Pronomen, zum Beispiel „dey“, „xier“ oder individuell gewählte Formen. „Es“ ist im Deutschen zwar grammatisch ein Pronomen, kann für Personen aber entmenschlichend wirken und sollte nur verwendet werden, wenn eine Person es ausdrücklich für sich selbst wählt.
Zu einem respektvollen Umgang mit trans, nichtbinären und intergeschlechtlichen Personen gehört, ihre Namen und Pronomen korrekt zu verwenden. Wenn die Pronomen einer Person unbekannt sind, kann man höflich nachfragen oder zunächst den Namen verwenden. Bei einem Fehler ist meist eine kurze Entschuldigung, die direkte Korrektur und ein Weiterreden ohne lange Rechtfertigung am respektvollsten.