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Toilettenverweigerung

Toilettenverweigerung
Toilettenverweigerung © .
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Toilettenverweigerung bezeichnet im BDSM eine einvernehmliche Spielpraktik, bei der eine dominante Person darüber bestimmt, ob, wann oder unter welchen Bedingungen eine submissive Person die Toilette benutzen darf. Der Reiz liegt meist in Kontrolle, Ausgeliefertsein, Scham, Demütigung oder dem Gefühl, dass selbst grundlegende Körperfunktionen Teil der Machtverteilung werden. Die Praktik kann als verbales Machtspiel, als Regel innerhalb einer Dynamik oder als zeitlich begrenztes Szenario vorkommen.

Körperliche Bedürfnisse lassen sich jedoch nicht beliebig sicher kontrollieren. Längeres Zurückhalten von Urin kann Schmerzen, Harnwegsinfekte, Blasenüberdehnung, Inkontinenzprobleme oder in seltenen Fällen ernstere Komplikationen begünstigen; das Zurückhalten von Stuhl kann Verstopfung, Krämpfe, Übelkeit oder andere Beschwerden auslösen. Besonders vorsichtig oder ganz verzichtbar ist die Praktik bei Harnwegsproblemen, Nierenerkrankungen, Schwangerschaft, Prostata- oder Beckenbodenbeschwerden, Reizdarm, chronischer Verstopfung, neurologischen Erkrankungen oder eingeschränktem Körpergefühl.

Verantwortungsvolle Toilettenverweigerung sollte daher nur kurzzeitig, klar begrenzt und jederzeit abbrechbar stattfinden. Vorher müssen Grenzen, maximale Dauer, Trinkmenge, Abbruchsignale, Hygiene und mögliche Alternativen wie „um Erlaubnis bitten“ statt tatsächlichem Zurückhalten vereinbart werden. Schmerzen, Brennen beim Wasserlassen, starker Harndrang, Bauchkrämpfe, Schwindel, Übelkeit, Blut im Urin oder Stuhl sowie Kontrollverlust sind klare Gründe, das Spiel sofort zu beenden. Reale gesundheitliche Risiken dürfen nicht zugunsten von Demütigung oder Kontrolle ignoriert werden.

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